Sehschule

Die gute Sehschärfe der Kinder zu sichern ist unser Anliegen.

Statistisch gesehen findet sich bei jedem 20. Kind eine einseitige Sehschwäche (Amblyopie), die zunächst durch eine Brille nicht korrigiert werden kann, also gar nicht so selten.

Bei frühzeitiger Entdeckung im Kindesalter können weit über 90 % dieser Sehschwächen erfolgreich behandelt werden, so dass diese Kinder später im Erwachsenenalter auf beiden Augen eine normale Sehschärfe haben.

Auch bei Augen, die äußerlich unauffällig sind können Risiken für eine Sehschwäche bestehen.

Kinder können kurzfristig über die Naheinstellmuskeln sehr große Fehlsichtigkeiten ausgleichen und dann beim Sehtest unauffällig sein. Eine höhere Übersichtigkeit oder verdeckte Organfehler können bei enger Pupille unentdeckt bleiben. Dies sind Risikofaktoren, die längerfristig zu Anstrengungssehbeschwerden und auch zu dauerhafter Sehschwäche führen können. Wir empfehlen Ihnen deswegen die Untersuchung auf verdeckte Organfehler und Sehschwächerisiken, bei der die Naheinstellmuskeln vorrübergehend außer Kraft gesetzt werden (Zykloplegie).

 

Die Diagnostik der kindlichen Sehschärfe und des Schielens findet in der Sehschule in Zusammenarbeit mit der Opthoptistin statt. Sie kontrolliert auch engmaschig die Schiel bzw. Amblyopietherapie.

Weitere Schwerpunkte der Arbeit in der Sehschule sind die Doppelbildabklärung sowie das Augentraining nach Schlaganfall unter Anleitung der Opthoptistin, das sich bewährt hat.